<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" version="2.0"><channel><atom:link rel="hub" href="http://tumblr.superfeedr.com/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"/><description>“Sie müssen immer in die Ecken schauen”, sagte der Professor.</description><title>die Ecke</title><generator>Tumblr (3.0; @julia-gross)</generator><link>http://julia-gross.tumblr.com/</link><item><title>Take the long way home</title><description>&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3jiWG8x1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3k9Vi501qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der Heimfahrt begegneten uns noch diese beiden. Mein Gott haben die lange Beine, diese Elche! Gesichtet wurde auch ein Grizzly. Aber nur durchs Fernglas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3nrOgi61qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann noch ein komisches Erlebnis: Auf dem Flug von Anchorage nach Los Angeles geht plötzlich die Sonne unter.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533462549</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533462549</guid><pubDate>Thu, 01 Jul 2010 00:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Einer der depressivsten Orte der Welt - Prudhoe Bay</title><description>&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo2ztAFrt1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute ging es nach Norden, nach Prudhoe Bay, ans Polarmeer. Dort ist nichts - außer ein Ölfeld, das unter Federführung von BP betrieben wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Erlebnis war das schon. Festgehalten im Freitag:&lt;/p&gt;
&lt;h2&gt;Depressionen in Öl&lt;/h2&gt;
&lt;h3&gt;Das Leck im Golf von Mexiko ist noch längst nicht zu. Schon plant BP eine noch aberwitzigere Offshore-Förderanlage&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Prudhoe Bay, Alaska, im Juni. Eigentlich ist Chris  ein ganz netter Kerl. Zumindest klingt es einigermaßen überzeugend, wenn  er Dinge sagt wie „Das verraten uns die Bohrarbeiter nicht“, oder „Die  Ölfirmen hier vertrauen niemandem außer ihren eigenen Leuten“. Schade  nur, dass „diese Leute“ ausgerechnet Chris dazu bestimmt haben,  Touristen auf ihrem Ölbohrgelände herumzufahren. So kutschiert der  Mitarbeiter des örtlichen Sicherheitsdienstes einen Bus voller Besucher  zwischen abgewrackten Bohrtürmen und Parkplätzen voll absurd  dimensionierter Schneemobile hin und her und plaudert dabei über Vögel  und Karibus sowie die Tatsache, dass er gerne in Hawaii wohnen würde&amp;#8230; &lt;a target="_blank" href="http://www.freitag.de/wissen/1028-sicherheit-ist-ja-so-wichtig"&gt;(weiter geht es hier)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo39qR48J1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3arFwyk1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3buSi4f1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3cwGfY91qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3dsXeTr1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3ev6nuH1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo3ft44lF1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533439525</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533439525</guid><pubDate>Tue, 29 Jun 2010 00:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Jake Bird Guy</title><description>&lt;p&gt;Heute war ich mit Jake dem bird guy (unter ausschließlich diesem Namen ist er bekannt) und vier anderen Leuten einen kleinen Ausflug machen. Das Motto lautete: &amp;#8220;See stuff with Jake&amp;#8221;. Und Jake sieht alles.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insbesondere alle Arten von völlig unscheinbaren Vögeln, deren Namen für mich alle wie vom anderen Stern klingen (weshalb ich sie mir auch nicht merken kann). Er sieht sie auch aus dem Auto, worauf er dann sehr plötzlich auf die Bremse steigt und anhält, damit man sie auch anschauen kann. Das war ziemlich lustig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4powkJvUU1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Stopp galt keinen Viechern, sondern einem eingestürzten Eisdom. &lt;strong&gt;Das&lt;/strong&gt; ist dann wohl die globale Erwärmung zum Angucken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4ppkxNH231qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4pplsjkvN1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten &lt;strong&gt;Vögel&lt;/strong&gt; waren zu klein, als dass ich sie hätte fotografieren können. Jake findet aber auch Baby-Squirrel:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4poyzSrUE1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch nicht ganz so fett wie ihre Eltern! Aber mindestens genauso dumm (das ist direkt neben der Straße)!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir waren wieder beim Aufeis, sind diesmal allerdings deutlich weiter flussaufwärts gegangen. Da Jake darauf bestand, habe ich aus unserem Zelt Susans Gummistiefel &lt;strike&gt;geklaut&lt;/strike&gt;geliehen. Cool! Gummistiefel! Hatte ich wahrscheinlich vor 30 Jahren das letzte Mal an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4pp56JnPN1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4pp6aMyi81qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4pp767W0x1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich haben wir diesen bequemen Aussichtsplatz eingenommen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4pp9aWOqK1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn Jake der bird guy wusste, dass in dieser Wand Wanderfalken nisten. Drei dicke kleine Wanderfalken saßen im Nest und haben ein Riesengeschrei veranstaltet, als die Mutter vorbeikam und irgendeinen fiesen großen Batzen Fleisch abgeladen hat. Mein Teleobjektiv ist besser, als ich dachte:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4ppcxU1Kq1qbcock.png"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann gings zurück nach Toolik und ich habe zwei Stunden geschlafen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PS.: Sehr nett: Jakes &lt;a title="Toolik Naturalist's Journal" href="http://toolik.alaska.edu/edc/journal/index.php"&gt;Tagebuch&lt;/a&gt;. Er ist der Stationsbiologe von Toolik. Vorher war er der Koch.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/744789691</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/744789691</guid><pubDate>Sun, 27 Jun 2010 22:51:00 -0800</pubDate></item><item><title>Ein Fuchs stand freundlicherweise für Fotos bereit.</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4pptztt451qc1fewo1_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Ein Fuchs stand freundlicherweise für Fotos bereit.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/744795157</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/744795157</guid><pubDate>Sat, 26 Jun 2010 03:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Arktis, Baby!

Severe Burn Site, 2007 Tundra Fire</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo1_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo2_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo3_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo4_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo5_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo6_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo7_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo8_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo9_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4jspzGBm51qc1fewo10_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Arktis, Baby!&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Severe Burn Site, 2007 Tundra Fire&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/733027400</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/733027400</guid><pubDate>Thu, 24 Jun 2010 18:10:47 -0800</pubDate></item><item><title>Feuer in der Tundra</title><description>&lt;p&gt;Blitz und Donner waren bis vor wenigen Jahren seltene Phänomene in der Tundra. Doch mit den höheren Temperaturen im Sommer steigt auch über den arktischen Landmassen genügend warme Luft auf, um Gewitterwolken entstehen zu lassen. Treffen Blitzeinschläge auf trockene Grashalme, beginnt die Tundra zu brennen. Eine beunruhigende Entwicklung: Wissenschaftler befürchten, dass durch Tundrafeuer noch mehr Treibhausgase frei werden und die globale Erwärmung verstärken: „Auf der einen Seite setzt der Verbrennungsprozess selbst das Treibhausgas Kohlendioxid frei. Auf der anderen Seite hinterlässt der Brand eine schwarze Oberfläche. Diese Oberfläche absorbiert mehr Energie, die zum Beispiel den Boden erwärmt und tiefere Permafrostschichten auftaut“, erklärt &lt;a target="_blank" href="http://ecosystems.mbl.edu/staff/rocha.html"&gt;Adrian Rocha&lt;/a&gt; vom amerikanischen Marine Biology Laboratory in Massachussetts.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2007 verbrannten ganz in der Nähe der Toolik Field Station am Anaktuvuk River 1000 Quadratkilometer Land, eine Fläche doppelt so groß wie der Bodensee. Dieses bisher größte beobachtete Tundrafeuer wurde erst nach drei Monaten von Schneefall gelöscht, das Areal der verkohlten Erde war selbst auf &lt;a target="_blank" href="http://ecosystems.mbl.edu/staff/images/anaktuvuk_scar.jpg"&gt;Satellitenbildern&lt;/a&gt; von Nordamerika gut zu erkennen. Und obwohl die Vegetation in der Tundra wohl kaum anders als „karg“ zu bezeichnen ist, setzte das Feuer den Messungen von Wissenschaftlern zufolge genauso viel CO2 pro Quadratmeter frei wie ein brennender Nadelwald in Kanada oder Skandinavien – denn drei Viertel des CO2-Ausstoßes stammten von der organischen Materie, die im Permafrostboden schlummert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine riesige Menge Kohlendioxid – rund zwei Millionen Tonnen, aber nicht so viel, wie theoretisch möglich gewesen wäre, erklärt &lt;a target="_blank" href="http://people.biology.ufl.edu/mcmack/macklab/"&gt;Michelle Mack&lt;/a&gt;, Ökologin an der Universität von Florida: „Wir haben das verbliebene organische Material mit der Radiokarbonmethode datiert und herausgefunden, dass im Durchschnitt nur die Kohlenstoffablagerungen der letzten 37 Jahre verbrannt sind. Das heißt, dieser Verlust könnte in der näheren Zukunft durch nachwachsende Vegetation ersetzt werden.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Brand setzte pro Quadratmeter in etwa soviel CO2 frei wie ein Feuer in borealem Nadelwald, insgesamt rund zwei Millionen Tonnen. Eine große Menge also –  aber nicht so viel, dass der Schaden unmöglich ausgeglichen werden könnte. Wenn die Natur das freigesetzte CO2 durch neue Biomasse ausgleicht, bevor es das nächste Mal brennt, bliebe das neue Phänomen der Tundrabrände ohne Wirkung für das Klima. Ob das passiert, wird sich in der Anaktuvuk-Brandzone wohl schon bald zeigen. Denn heute, drei Jahre nach dem Feuer, sieht man die Spuren der Verwüstung erst auf den zweiten Blick. Die Tundra ist übersät von Büscheln weiß blühenden Wollgrases. Bei diesem Gras liegt das Gewebe, aus dem sich neue Halme bilden, inmitten alter, feuchter, nur langsam verrottender Stengel. Sie haben die Pflanzen vor den Flammen geschützt. Nur zwischen den kniehohen Grasbüscheln glänzt schwarze, verkohlte Erde. Auch einige Kräuter und Schösslinge von Sträuchern sind wieder zu sehen – jedoch keine Flechten oder Moose. „Es könnte gut sein, dass wir in fünf oder sechs Jahren eine Landschaft ganz ähnlich der vor dem Feuer sehen werden. Eine so massive Störung wie ein Brand böte aber auch anderen Vegetationstypen die Gelegenheit, sich anzusiedeln, nämlich Sträuchern, wie sie sich im Norden Alaskas als Folge des Klimawandels  generell verbreiten“, meint &lt;a target="_blank" href="http://eesc.columbia.edu/faculty/prof-kevin-l-griffin"&gt;Kevin Griffin&lt;/a&gt;, Pflanzenphysiologe von der Columbia-Universität.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch auch hier hätte die Strauch-Ansiedlung einen Haken: Sie würden aufgrund ihrer Größe zwar mehr Kohlenstoff speichern als die typischen Gräser und Kräuter der Flachmoortundra. Andererseits brennen Sträucher auch leichter und bieten neuen Feuern mehr Nahrung. Und bereits im Verlauf der vergangenen zehn Jahre hat sich nach Angaben von US-Behörden die Zahl der Blitze in der nördlichen Arktis verzehnfacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;PS: Yeah! Mein erster &lt;a target="_blank" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1258086/"&gt;Radiobeitrag&lt;/a&gt; seit zehn oder elf Jahren ging über dieses Thema.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533370275</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533370275</guid><pubDate>Thu, 24 Jun 2010 00:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Was matschige Löcher mit dem Klimawandel zu tun haben</title><description>&lt;p&gt;„Schon die frühen Erkunder der Polargebiete haben die Flachmoortundra verflucht“, warnt &lt;a target="_blank" href="http://www.uvm.edu/~wbowden/"&gt;Breck Bowden&lt;/a&gt; und deutet auf den Grund unter seinen Wanderstiefeln. „Trittst du auf diese wie kleine Inseln hochstehende Grasbüschel, geben sie nach und du verknackst dir die Knöchel. Trittst Du dazwischen, sackst Du ein und verknackst dir auch die Knöchel.“ Dann stapft Bowden, Professor für die Wissenschaft von Wasserscheiden an der Universität von Vermont mit durchaus beträchtlichem Bauchumfang, mit strammem Schritt voran. Eine halbe Stunde muskelstrapazierenden Fußmarschs später steht er vor einem arktischen Klimawandel-Phänomen, das er vor sechs Jahren selbst entdeckt hat: Ein sogenannter Thermokarst – das passendste deutsche Wort dafür wäre wohl Erdrutsch. „In diesem gesamten Gebiet ist der Boden ja ab spätestens einem halben Meter Tiefe ständig gefroren. An vielen Stellen befinden sich sogar richtige Eiskerne oder Eiskeile im Untergrund“, erklärt Bowden. „Wenn der Permafrostboden nun antaut, kann es passieren, dass die Erdoberfläche nachgibt und einstürzt. Das sehen wir hier.“  Besonders spektakulär ist der Thermokarst nicht, vielleicht auf einer Länge von knapp 50 Metern ist der Boden  ein bis zwei Meter tief eingebrochen, ein kleiner Bach fließt durch die matschige Erde hügelabwärts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo20et65f1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo21oIjn81qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Man muss wissen, das Ding verändert sich ständig“, sagt Bowden. „Wenn es regnet, wird aus dem kleinen Rinnsal da ein richtiger Wasserfall. Am Spannendsten sind ohnehin die Folgen, die man gar nicht auf den ersten Blick erkennen kann.“ Bowden hat den Thermokarst gefunden, als ihm vom Hubschrauber aus auffiel, dass ein normalerweise glasklarer Fluss in der Nähe der Forschungsstation plötzlich erdig und trüb erschien. Er folgte der Braunfärbung des Toolik River über 40 Kilometer und stieß auf den Thermokarst. Aufgrund von starken Regenfällen wurde reichlich Sediment von dem Erdrutsch in den Fluss gespült. „Wenn das über einen längeren Zeitraum hinweg passiert, kann sich das gesamte Ökosystem im Fluss ändern“, sagt Bowden. „Zum Beispiel werden dadurch viel mehr Nährstoffe als üblich verfügbar, was längerfristig das Wachstum von Algen und Moosen begünstigt, von denen sich wiederum andere Organisment ernähren. Aber das trübere Wasser stört auch viele Insekten oder Fische, die sich vorzugsweise mit den Augen orientieren, bei der Nahrungssuche.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht alle Thermokarste liegen in der Nähe von Flussläufen. Doch grundsätzlich scheint der aufgetaute, aufgebrochene Boden zur Vermehrung von Mikroorganisment zu führen, die organisches Material abbauen, das unter normalen Permafrostbedingugnen kaum oder nur sehr langsam verrottet. Dabei setzen sie vermehrt CO2 und Methan, das noch weitaus klimaschädlicher ist, frei. Die Mikrobenaktivität sorgt auch dafür, dass mehr Nährstoffe im Boden verfügbar sind. Die Wissenschaftler nehmen deshalb an, dass sich in und auf den Thermokarsten eine andere Vegetation ansiedeln wird, als es vor ihrer Entstehung der Fall war – nämlich vermutlich einmal mehr Sträucher. Das würde den Effekt weiter verstärken, weil Sträucher den Boden besser isolieren als Flechten oder Gräser, so dass die Mikroorganismen auch im Winter länger aktiv bleiben und für noch mehr Abbauprodukte, CO2 und Methan sorgen würden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anhand von Luftbildern konnten Bowden und seine Kollegen nachweisen, dass die Zahl der Thermokarst-Strukturen in vielen Regionen Nordalaskas stark zunimmt. „Das wird die ganze Gegend beeinflussen und verändern, einfach alles“, meint Bowden. „Es gibt recht gute Prognosen,  wonach in den kommenden 50 Jahren etwa die Hälfte des Permafrostbodens tauen wird. Das sind riesige Dimensionen, im Permafrost steckt ungefähr doppelt so viel Kohlendioxid wie die gesamte Menge, die sich jetzt in der Atmosphäre befindet. Da sind diese Thermokarste nur die ersten Vorboten, so etwas wie die Kanarienvögel im Kohlebergwerk. Wir müssen zusehen, dass wir mit diesen Veränderungen leben können.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo236FPbR1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo24naBZb1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PS: Kollegin Chelsea Wald hatte noch eine &lt;a target="_blank" href="http://www.scientificamerican.com/blog/post.cfm?id=adventures-in-alaskan-science-how-i-2010-06-26"&gt;Begegnung der anderen Art&lt;/a&gt; mit einem Thermokarst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;PS2: Meine&lt;a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB9967DBF46652868E9/Doc~ECAB4D56958234B598081A1DC45EA3E07~ATpl~Ecommon~Scontent.html"&gt; FAS-Geschichte&lt;/a&gt; über Thermokarste&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533322983</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533322983</guid><pubDate>Wed, 23 Jun 2010 00:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Auf dem Aufeis.
Ein Aufeis entsteht, wenn Grundwasser an die...</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo1_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo2_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo3_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo4_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo5_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo6_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo7_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4gcpzzthk1qc1fewo8_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;p&gt;Auf dem Aufeis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Aufeis entsteht, wenn Grundwasser an die Oberfläche drückt und dabei  von unten und oben gekühlt wird. Es schmilzt im Lauf des Sommers und  entsteht jeden Winter neu.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/728033710</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/728033710</guid><pubDate>Tue, 22 Jun 2010 21:32:23 -0800</pubDate></item><item><title>In case of emergency, please press 1</title><description>&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4fvet72pC1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist Mimi. Sie zeigt uns, wie man das Satellitentelefon bedient. Das nehmen wir mit, wenn wir morgen oder übermorgen mit dem &lt;strong&gt;Hubschrauber&lt;/strong&gt; zu dem Gebiet des größten Tundrabrandes der vergangenen Jahre fliegen und uns anschauen, ob und wie sich die Vegetation erholt.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/726966363</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/726966363</guid><pubDate>Tue, 22 Jun 2010 15:22:08 -0800</pubDate></item><item><title>Tundra-Trends</title><description>&lt;p&gt;Ganz offiziell ist die Tundra &amp;#8220;eine Vegetationsform der Subpolargebiete&amp;#8221;. Man denkt an einsame, leere baumlose Landschaften - und so ist es auch. Von weitem. Erst aus der Nähe betrachtet ist die Tundra überraschend vielfältig und wunderschön. Denn alles, was im arktischen Boden wächst, ist unglaublich klein. Pflanzen existieren unter extrem lebensfeindlichen Bedingungen: Auch im Sommer tauen überhaupt nur die obersten zehn bis 30 Zentimeter des Bodens auf, über Monate hinweg geht die Sonne gar nicht oder nur kurzzeitig auf, im Winter herrschen extreme Minustemperaturen (in Coldfoot südlich von Toolik wurden einmal -66&amp;#160;Grad gemessen) und der Boden ist von Schnee bedeckt. So wachsen die Pflanzen langsam, bleiben winzig - und werden teilweise uralt: &amp;#8220;Wir haben Wollgras datiert, das zwischen 120 und 150 Jahre alt war&amp;#8221;, sagt Gus Shaver vom MBL Ecosystems Center. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Pflanzen- oder Flechtenarten sind in der Arktis endemisch, das heißt, es gibt sie nirgendwo anders auf der Welt. Andere dagegen sind gute Bekannte: Birken, Rhododendren oder Weiden. Allerdings weicht ihre Erscheinung stark von der in deutschen Gärten und Straßen ab: Sie sind zart und winzig klein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4emwk4Jil1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rhododendron, keine fünf Zentimeter hoch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4en4wcIjb1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zoom:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4en2gJs5k1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Birke:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4en8fEhnP1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Innerhalb weniger Meter kann sich der Charakter der Tundra - abhängig von Sonneneinstrahlung, Boden- und Windverhältnissen völlig ändern. Rund um die Toolik Field Station dominieren Flechten- und Flachmoortundra. In der kargen, steinigen Flachmoortundra wachsen vor allem Flechten, sie sind die Weiden der Karibus. Die Flachmoortundra besteht aus sumpfigem Boden mit dicken Grasbüscheln, die weich und federnd nachgeben und Kräuterduft verströmen, wenn man darauf läuft. Sehr langsam verrottendes organisches Material bildet hier die Schicht über dem Permafrostboden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Klimawandel verändert die Tundra. Die Baumgrenze rückt nach Norden vor, und wo Bäume (noch) nicht existieren können, sind Sträucher auf dem Vormarsch. Die Erwärmung sorgt für ein früheres Schmelzen der Schneedecke, der Winter beginnt später. Der Permafrostboden taut, totes organisches Material wird schneller abgebaut und setzt Nährstoffe frei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welche Folgen das haben könnte, simulieren Wissenschaftler rund um die Toolik Field Station mit Düngungsexperimenten. Sie behandeln abgesteckte Tundra-Felder seit teilweise knapp 30 Jahren mit Stickstoff und Phosphor und vergleichen Vegetation und Bodenbeschaffenheit mit der natürlichen Tundra. Die Ergebnisse beeindrucken:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4eodxXkhN1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;natürliche Flechtentundra&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4eof5dXRa1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Flechtentundra im Langzeit-Düngungsexperiment&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4eoib8r0U1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;natürliche Flachmoortundra&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4eomopkp01qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Flachmoortundra im Langzeit-Düngungsexperiment&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4eonyLff81qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Flachmoortundra + Dünger + zusätzliche Wärme durch Gewächshaus&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Überlegung erscheint logisch, dass das zusätzliche Buschwachstum in Sachen Klimawandel eine gute Sache ist: Schließlich bauen die Pflanzen dabei Biomasse auf, dabei entziehen sie der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch so einfach ist es nicht. An den Versuchsfeldern in Toolik konnten Forscher zeigen, dass die gedüngten Tundra-Felder mit den viel größeren Pflanzen in der Summe sogar zusätzliches Kohlendioxid freisetzt. Denn der Permafrostboden enthält unglaublich viel Kohlenstoff. Taut er an, beginnt das zuvor gefrorene organische Material zu verrotten und CO2 entweicht in die Atmosphäre. Zusätzlich verändert die buschigere Vegetation den Albedo der Landoberfläche, ein Maß für die Reflektion von Licht: Die Sträucher ragen im Winter über die Schneedecke hinaus, so dass die Landoberfläche nicht mehr weiß (und damit das Sonnenlicht sehr gut reflektierend) erscheint, sondern dunkel und weniger gut reflektierend. Die Folge: Der Boden erwärmt sich weiter - ein starker, natürlicher Rückkoppelungseffekt.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/724752047</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/724752047</guid><pubDate>Mon, 21 Jun 2010 00:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>68°38'N 149°36'W: Toolik Field Station</title><description>&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4cas6Arl51qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Toolik Field Station ist - für eine Forschungsstation - ziemlich luxuriös. Sie liegt zwar weitab von jeglicher Zivilisation (575 Kilometer von Fairbanks und 178 Kilometer von Prudhoe Bay), aber immerhin an einer Straße, der einzigen weit und breit. Das ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass zurzeit knapp 150 Menschen hier rund um die Uhr mit einer überwältigenden Auswahl an Essen bei Laune gehalten werden. Die Köchin und ihr Team leisten Unglaubliches, dreimal am Tag. Zwischendurch steht ein supermarktähnliches Süßigkeitensortiment zur Verfügung, und eine Sandwich-Belag-Auswahl, gegen die Subway uralt aussieht. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4cvoibyv01qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4cvpbbPiu1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4cvqlpv5E1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l4cvroHf1L1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alles ist unglaublich sauber und gut in Schuss - und das bei so vielen Leuten, die ständig mit matschigen Wanderschuhen herumstiefeln. Wir schlafen in sogenannten Weatherports mit sechs richtigen Betten. Wer Wert auf mehr Privatsphäre legt, wohnt im eigenen Zelt in &amp;#8220;Tent City&amp;#8221; am Seeufer. Die Labore sind in Trailern untergebracht. Es gibt ein paar Boote, Fahrräder, die jeder benutzen kann, Fußball- und Basketballplätze und das vermutlich kleinste Fitnessstudio der Welt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Helikopter mit zwei Piloten und zwei Mechanikern ist den ganzen Sommer lang hier stationiert, um die Wissenschaftler zu ihren &amp;#8220;Einsatzorten&amp;#8221; zu bringen. Das kann ein abgesteckter Fleck Tundra drei Hügel weiter sein, einer der zahlreichen Flüsse und Seen der Umgebung oder einer der Orte in der Umgebung, wo in den vergangenen Jahren die Tundra gebrannt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Infrastruktur (exklusive Hubschrauber) kostet den amerikanischen Steuerzahler 425 Dollar pro Person pro Tag in Toolik. Ein großer Teil dieser Summe geht auf das Konto der Müll- und Abwasserentsorgung. Nicht zuletzt deshalb, weil hier vor allem Boden, Vegetation und Gewässer untersucht werden, wird das gesamte Abwasser in eine Kläranlage nach Prudhoe Bay gefahren - für 1,24$ pro Gallone (rund 26 Eurocent pro Liter). Strom produzieren mehrere Dieselgeneratoren, der Campmanager experimentiert zurzeit mit Solarzellen und Windenergie. Vermutlich wird Diesel aber die wirtschaftlichste Alternative bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dank US-Konjunkturpaket verbringt auch eine Crew von Bauarbeitern den Sommer hier. Bis zum Oktober sollen sie eine neue Küche und Cafeteria am Seeufer gebaut haben, das erste permanente Gebäude seit der Gründung der Toolik Field Station 1975. Die Regierung stellt fünf Millionen Dollar für eine (noch) bessere Infrastruktur in Toolik zur Verfügung, unter anderem deshalb, weil die Station als Standort für mehrere nationale Großprojekte ausgewählt wurde: &lt;a title="National Ecological Observatory Network" target="_blank" href="http://www.neoninc.org/"&gt;Neon&lt;/a&gt; und &lt;a title="Arctic Observing Network" target="_blank" href="http://www.nsf.gov/news/news_summ.jsp?cntn_id=109687"&gt;AON&lt;/a&gt;. Außerdem ist nicht nur die Zahl der Wissenschaftler, die in Toolik forschen, gestiegen. Immer mehr Forscher kommen auch vor dem eigentlichen Sommeranfang oder nach dem Sommerende, etwa um den Einfluss der sich verschiebenden Jahreszeiten zu untersuchen. Seit 2006 ist die Station das ganze Jahr lang geöffnet, bisher im Winter für maximal fünf Wissenschaftler auf einmal, die von zwei Stationsmanagern betreut werden. Mit dem neuen Küchengebäude und zusätzlichen winterfesten Schlafquartieren können dann deutlich mehr Besucher versorgt werden.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/721279662</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/721279662</guid><pubDate>Sun, 20 Jun 2010 00:35:00 -0800</pubDate></item><item><title>Ankunft in Toolik</title><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4ac5616yJ1qc1fewo1_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; Mitternacht. Endlich angekommen&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4ac5616yJ1qc1fewo2_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4ac5616yJ1qc1fewo3_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;p&gt;Ankunft in Toolik&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/716399055</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/716399055</guid><pubDate>Sat, 19 Jun 2010 14:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Dalton Highway
Knapp 600 Kilometer sind es von Fairbanks bis zur...</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo1_r1_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo2_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo3_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo4_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo5_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo6_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo7_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo8_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo9_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/tumblr_l4abveq83b1qc1fewo10_400.jpg"/&gt;&lt;br/&gt; &lt;br/&gt;&lt;p&gt;Dalton Highway&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Knapp 600 Kilometer sind es von Fairbanks bis zur Toolik Field Station, der Forschungsstation des Institute of Arctic Biology und der Universität von Alaska. Die Fahrt dauert mit vielen Pausen knapp 13 Stunden. Denn Anhalten muss man einfach – sei es, um die spektakuläre Landschaft zu bewundern, oder um das obligatorische Foto beim Überqueren des Polarkreises zu machen. Die Schotterstraße, die Fairbanks mit dem Polarmeer verbindet, führt durch menschenleere Landschaften, nur zwei Ansiedlungen – kaum mehr als Tankstellen mit angeschlossenen Restaurants oder Hotels – liegen auf dem Weg. Der Dalton Highway, auch „haul road“ (Transportstraße) genannt, existiert nur, weil er in den 70er Jahren parallel zur Trans-Alaska-Pipeline gebaut wurde, die auf weiten Strecken neben der Straße verläuft. Insgesamt zwölf Pumpstationen transportieren Öl in der Röhre von den Förderanlagen in Prudhoe Bay an der Nordküste zum eisfreien Hafen Valdez südlich von Fairbanks.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außer Lastwagenfahrern, die zwischen Fairbanks und den Ölfeldern pendeln, verirren sich nur wenige Touristen in diese Gegend. Ideale Bedingungen für Wissenschaftler, die am Toolik-See die Natur studieren wollen.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/716386586</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/716386586</guid><pubDate>Fri, 18 Jun 2010 14:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Fehler!</title><description>&lt;p&gt;Dämliche Funktionsklamotten, Fleece-Layer und Gore-Tex-Supergewebe mit Klebenähten. Hätte ich doch einfach eine dicke Winterjacke mitgebracht. Aber dafür war ja auch nicht wirklich Platz. Wenn die Sonne nicht scheint (-was irreführend ist, die scheint ja immer, also ich meine, wenn Wolken da sind), ist es ganz schön frisch. Irgendwie haben alle größere Koffer und mehr und dickere Jacken als ich dabei. Grmpf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Statt wie angekündigt alle zwei Tage darf man in Wirklichkeit nur zweimal die Woche duschen. Jeweils zwei Minuten lang. Es kontrolliert aber niemand. Ich denke, wenn ich nur eine Minute lang dusche, darf ich sicher öfter&amp;#8230; ob ich nämlich stattdessen in die Sauna gehe und anschließend in den See springe (4°C), wage ich irgendwie zu bezweifeln.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/716354385</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/716354385</guid><pubDate>Fri, 18 Jun 2010 14:00:00 -0800</pubDate><category>Alaska</category><category>Ausrüstung</category></item><item><title>Large Animal Research Facility, Fairbanks</title><description>&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo0nuqSOE1qbcock.jpg" align="middle"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Perry Barboza serviert Milch in Schnapsgläsern und freut sich diebisch über die skeptischen Blicke der Besucher, wenn sie den ersten – und meistens auch einzigen - Schluck nehmen. Barboza ist Direktor des &lt;a target="_blank" href="http://lars.iab.uaf.edu/index.php"&gt;Großtier-Forschungsinstituts&lt;/a&gt;, und was er ausschenkt, ist Karibu-Milch. Oder besser gesagt: Karibu-Flaschennahrung, das Pendant zu Milupa und Co. für die hirschähnlichen Säuger. Barboza und seine Mitarbeiter benutzen sie, um für Forschungsprojekte Karibus mit der Hand aufzuziehen. Später können die an Menschen gewöhnten Tiere problemlos auf Trucks verladen und an ausgewählten Studienorten freigelassen, aber auch wieder eingefangen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo0rnA24D1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo0t2ymHx1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Karibus leben in großen Herden im gesamten Polargebiet. Doch nur in Nordamerika werden sie auch Karibus genannnt, in Skandinavien oder Russland heißen sie Rentiere. Es gibt sieben Unterarten, die sich vor allem durch die Anpassung an ihren jeweiligen Lebensraum unterscheiden. Manche leben in Waldgebieten, manche in der offenen Tundra, manche sind sesshaft, andere wandern im Lauf des Jahres Tausende von Kilometern zu besseren Nahrungsquellen. „In der Arktis herrschen extreme Bedingungen, und die Karibu/Rentier-Populationen haben ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um damit zurecht zu kommen und sich erfolgreich fortzupflanzen“, erklärt Barboza. „Manche bringen ihre Kälber im Frühjahr, Anfang April zur Welt, um die gesamte Länge des Sommers mit seinem reichhaltigeren Futterangebot zur Aufzucht zu nutzen. Das heißt, die Muttertiere bestreiten die Schwangerschaft und die erste Zeit, in der sie die Kälber säugen, vollständig auf Kosten ihrer eigenen Fett- und Proteindepots. Ihre Fettvorräte schrumpfen in dieser Zeit um 75 Prozent.“ Andere Populationen kalben fast zwei Monate später, wenn das Nahrungsangebot für gewöhnlich schon sehr gut ist. Dafür säugen sie die Jungtiere länger, damit diese schneller eigene Reserven aufbauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Aufgrund dieser verschiedenen Strategien werden die Populationen auch unterschiedlich gut mit Umweltbedingungen zurechtkommen. Diejenigen, die auf den Aufbau großer Fettdepots während des Sommers angewiesen sind, profitieren vielleicht, wenn die Sommer länger werden. Für die Herden, die ein konstantes Futterangebot brauchen und dafür weite Strecken zurückgehen, sind alle Beschränkungen ihres Lebensraums problematisch – seien es Wald- oder Tundrabrände oder die industrielle Erschließung“, sagt Barboza. Er hat mit seinen Mitarbeitern ausgeklügelte Verfahren entwickelt, um den Zustand der Karibus zu überwachen: Sie überprüfen die Zusammensetzung der natürlich vorkommenden Stickstoff-Isotope im Urin der Tiere. „Der Körper recycelt den Stickstoff und tendiert dazu, schwere Isotope zu behalten und leichte wieder auszuscheiden. Finden wir vor allem leichte Isotope, stammen diese aus der Nahrung, das Tier frisst genug. Steigt der Anteil von schweren Isotopen, stammen diese aus dem Körper – das Tier baut offenbar eigene Ressourcen ab.“ Das funktioniert soweit sehr gut, nur an der Anwendung hapert es noch: „Das Problem ist, dass die Herden so groß und so verstreut sind. Wenn wir im Schnee Urinproben von 20 Karibus sammeln, ist das schon viel Arbeit, aber nicht repräsentativ für eine Herde von mehreren 100.000 Tieren. Daran arbeiten wir noch“, sagt Barboza.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Karibu-Milch enthält übrigens zwei bis fünfmal soviel Fett wie Kuhmilch – und ist kein bisschen süß. Eine dickflüssige weiße Brühe, die nach Pappe riecht. Ehrlich gesagt: Sie schmeckt scheußlich.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo0uuWzlE1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533180027</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533180027</guid><pubDate>Thu, 17 Jun 2010 00:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Sourdough Café, Fairbanks</title><description>&lt;p&gt; &lt;!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --&gt;– Nach knapp 24 Stunden Anreise und einer eher durchwachsenen Nacht im Studentenwohnheim der Universität von Alaska können sich auch Journalisten Besseres vorstellen, als den Tag um acht Uhr morgens mit einem Vortrag zu beginnen. Doch &lt;a target="_blank" href="http://www.middlebury.edu/academics/bio/faculty/andrea_lloyd"&gt;Andrea Lloyd&lt;/a&gt;, eine junge Ökologie-Professorin vom Middlebury College im US-Staat Vermont, schafft es mühelos, ihrem Publikum die Müdigkeit zu nehmen – sogar vor der lebhaften Geräuschkulisse eines Frühstücks-Cafés in Fairbanks.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt="Sourdough Café - Frühstück mit Rentier-Würschen" src="http://media.tumblr.com/tumblr_lbo06eV8Wi1qbcock.jpg" align="middle"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lloyds Studienobjekt sind die borealen Wälder. Diese riesigen, nördlichsten aller Waldgebiete bestehen vor allem aus etwas kümmerlich wirkenden Fichten, Kiefern, Lärchen, aber auch Birken. Bäume, so die Theorie von Klimaforschern, die durch die globale Erwärmung neue Lebensräume erschließen könnten. Denn die jüngsten Veränderungen des Klimas sind nirgendwo auf der Welt so stark zu spüren wie in der Arktis. „Die durchschnittlichen Wintertemperaturen in Alaska sind seit den 50er Jahren um 4,4&amp;#160;Grad Celsius gestiegen, die Sommertemperaturen um etwa 1,6&amp;#160;Grad Celsius. Seit mehreren tausend Jahren hat es hier solche Bedingungen nicht mehr gegeben“, sagt Lloyd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit Jahren untersucht die Pflanzenexpertin deshalb die Altersringe von Stämmen, anhand derer sie die „Wanderung“ der Bäume belegen will. Hat sich die Baumgrenze in den vergangenen 100 Jahren wirklich verschoben – an Berghängen nach oben, im arktischen Flachland nach Norden – müssten die nördlicheren oder höher gelegenen Bäume jünger sein als der Durchschnitt des restlichen Waldes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andrea Lloyd rechnete mit einer langsamen, graduellen Veränderung, die sie nur mit vielen, vielen Daten würde nachweisen können. Doch es kam anders: In Nome, einem Städtchen auf der &lt;a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seward-Halbinsel"&gt;Seward-Halbinsel&lt;/a&gt; im Westen Alaskas, wollte sie im örtlichen Supermarkt eigentlich nur eine topografische Karte der Umgebung kaufen, um ihre Versuchsgebiete dort einzugrenzen, als sie mit einem älteren Einheimischen ins Gespräch kam. „Er fragte mich, was ich so mache, und ich erzählte von meiner Forschung“, sagt Andrea Lloyd. „Darauf sagte er: Da sind sie hier am richtigen Ort. Ich kann ihnen sagen, was sie wissen wollen.“ Es stellte sich heraus, dass der Mann – ein Angehöriger der Inuit und passionierter Jäger – seit rund 50 Jahren regelmäßig an einer bestimmten Stelle Fischen fuhr. Die Straße zu seiner Angelstelle führte direkt an Lloyds Untersuchungsgebieten vorbei. Er nahm einen Stift und zeichnete ihr ganz genau auf der Karte ein, wie sich die Baumgrenze bereits verschoben hatte. „Ich hätte niemals gedacht, dass die Entwicklung so schnell voranschreitet, dass Menschen, die hier leben, sie wahrnehmen können“, sagt Lloyd.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ihre Studien zeigten später, dass sich die Baumgrenze auf der Seward-Halbinsel in den vergangenen 80 bis 100 Jahren tatsächlich um zehn Kilometer verschoben hat. „Zum Vergleich: Alpine Baumgrenzen wanderten im gleichen Zeitraum gerade einmal einen halben Kilometer“, erklärt Lloyd.  Die Entwicklung, sagt Lloyd, könne gravierende Folgen nach sich ziehen – nicht nur für Tiere wie Elche oder Karibus, deren Lebensräume sich dadurch verändern, sondern auch für die weitere Entwicklung des Weltklimas. Von oben betrachtet, ist eine Waldfläche deutlich dunker und weniger reflektierend als die vegetationsarme Tundra. Dadurch absorbiert sie mehr Sonnenenergie, das Gebiet erwärmt sich weiter. Der Permafrostboden schmilzt und setzt dabei weitere Treibhausgase frei, weitaus mehr, als durch das Wachstum der Bäume gebunden wird. Eine positive Rückkopplung also, die den Klimawandel weiter verschärfen würde. Noch weiß niemand, ob oder wie schnell und wie stark dieser Effekt zu spüren sein wird. Andrea Lloyd hat ihre Erfahrung jedenfalls eines gelehrt: „Alaska verändert sich schneller, als wir es erforschen können“.&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533130099</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/1533130099</guid><pubDate>Thu, 17 Jun 2010 00:00:00 -0800</pubDate></item><item><title>Fünf Wochen, zwei Klimazonen und 23 Kilogramm</title><description>&lt;p&gt;Morgen geht es los und die Sparmaßnahmen der Fluggesellschaften bereiten mir Kopfzerbrechen. Bis vor kurzem galt auf Transatlantikflügen noch das großzügige Konzept von maximal zwei Gepäckstücken à 32 Kilogramm. Ausreichend für ein Fahrrad samt Transportbox und den ungefähr größten Koffer der Welt, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Und jetzt - 23&amp;#160;kg. Das ist alles. Auf Inlandsflügen noch weniger, bzw. muss für jeden Koffer bezahlt werden, aber das ist dann halt so.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Leider ist die &lt;a target="_blank" href="http://toolik.alaska.edu/"&gt;Toolik Field Station&lt;/a&gt; nicht in der Antarktis. Da steht nämlich in Punta Arenas am südlichsten Zipfel von Chile eine Lagerhalle, in der jeder Besucher einer US-Forschungsstation einen schnieken knallroten &lt;em&gt;Extreme Cold Weather Parka&lt;/em&gt;, Carheart-Hosen, Stiefel und sonst auch so ziemlich alles bis auf Unterwäsche ausgeliehen bekommt (kann man sich &lt;a href="http://www.npr.org/blogs/pictureshow/2009/11/a_gearlovers_paradise.html"&gt;hier&lt;/a&gt; angucken). Ja, schade, aber dafür ist es in Alaska auch ein bisschen wärmer, zwischen 4°C und 21°C, angeblich. So brauche ich zwar hoffentlich keine Extremwetterjacke, aber sonst so alles mögliche wasser- und moskitodichte Zeugs plus Schlafsack, Handtücher, Wanderschuhe, Bettlaken und Kopfkissenbezug. Die &amp;#8220;kniehohen Gummistiefel mit Filzeinlagen&amp;#8221;, die auf der Packliste standen, habe ich mir nach Rücksprache mit dem Programmdirektor ganz mutig gespart - werde also wohl zwei Wochen lang mit nassen Füßen durch die Gegend laufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu wissen, dass man nur alle zwei Tage duschen und einmal in zwei Wochen waschen darf, macht die Sache jetzt nicht gerade besser.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Relativ wenig Überschneidungen ergeben sich bedauerlicherweise zu den Sachen, die ich für die anschließenden drei Wochen Kalifornien mit erwarteten Tagestemperaturen zwischen 30 und 40°C brauche. Das ist der Klamottenberg:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src="http://media.tumblr.com/tumblr_l422tflpuq1qbcock.jpg"/&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Feht nur noch der Computer mit noch mehr Kabelsalat, Schreibblöcke und der bis an den Rand mit Tabletten für alle Lebenslagen (;-)) gefüllte Kulturbeutel. Ich finde mich sehr sparsam! Was wohl die Waage sagt?&lt;/p&gt;</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/700848085</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/700848085</guid><pubDate>Tue, 15 Jun 2010 04:41:16 -0800</pubDate><category>Toolik</category><category>Alaska</category><category>Vorbereitungen</category></item><item><title>"Dear Polar Fellowship Applicant:  

Congratulations!

I am writing to officially notify you that you..."</title><description>“&lt;p&gt;Dear Polar Fellowship Applicant:  &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Congratulations!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;I am writing to officially notify you that you have been accepted as a 2010 MBL Logan Science Journalism Program Polar Fellow. The fellowship will take place at the Toolik Field Station in Toolik, Alaska from June 16-July 2, 2010. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;
We are pleased to offer you this unique experience to be a part of some of today’s most cutting-edge ecological polar research.&lt;/p&gt;”</description><link>http://julia-gross.tumblr.com/post/603676795</link><guid>http://julia-gross.tumblr.com/post/603676795</guid><pubDate>Sun, 18 Apr 2010 14:00:00 -0800</pubDate></item></channel></rss>
